Risen Energy RSM110-8-400M: Montage und Installation

Risen Energy RSM110-8-400M: Montage und Installation – Worauf kommt es wirklich an?

Die Risen Energy RSM110-8-400M ist ein leistungsstarkes monokristallines Solarmodul mit 400 Watt Peak, das sich durch seine kompakten Abmessungen und ein geringes Gewicht von etwa 21,5 Kilogramm auszeichnet. Für eine erfolgreiche Montage ist jedoch nicht nur das Modul selbst entscheidend, sondern auch die passende Unterkonstruktion, die Verkabelung und die Beachtung der statischen Vorgaben auf dem Dach. In diesem Leitfaden erfahren Sie, Schritt für Schritt und mit konkreten Werten, wie Sie die RSM110-8-400M fachgerecht installieren.

Welche Unterkonstruktion ist für die RSM110-8-400M geeignet?

Die RSM110-8-400M besitzt einen Rahmen aus eloxierter Aluminiumlegierung und kann auf nahezu allen gängigen Montagesystemen montiert werden. Achten Sie darauf, dass die Schienenprofile und Dachhaken aus korrosionsbeständigem Aluminium oder Edelstahl gefertigt sind. Die Modulklemmen (End- und Mittelklemmen) müssen für eine Modulhöhe von 30 mm ausgelegt sein – das ist die Rahmenhöhe der RSM110-8-400M. Typische Systeme von Herstellern wie K2 Systems, Schletter oder Renusol sind kompatibel. Bei der Montage auf Flachdächern wird meist eine ballastierte Aufständerung oder eine Aufdachmontage mit einem Neigungswinkel von 10–15 Grad empfohlen, um eine optimale Selbstreinigung und einen maximalen Jahresertrag zu erzielen. Lesen Sie dazu auch unseren ausführlichen Ratgeber zu kompatiblen Montagesystemen.

Für Schrägdächer aus Ziegeln kommen üblicherweise Dachhaken zum Einsatz, die zwischen den Ziegeln auf den Sparren verschraubt werden. Bei der RSM110-8-400M reichen in der Regel zwei Schienen pro Modulreihe aus. Der Abstand zwischen den Schienen sollte etwa 1,0 bis 1,2 Meter betragen – abhängig von der Dachneigung und der Schneelastzone. In Gebieten mit hohen Schneelasten (Zone 2 oder 3) empfehlen wir, die Schienenabstände auf maximal 1,0 Meter zu reduzieren, um die Last gleichmäßig zu verteilen.

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Wie wird die elektrische Verkabelung korrekt ausgeführt?

Die RSM110-8-400M verfügt werkseitig über etwa 1,2 Meter lange Solarkabel mit MC4-kompatiblen Steckern (Stäubli-EV0-2). Diese Kabel haben einen Querschnitt von 4 mm², was für Ströme bis etwa 20 Ampere ausreichend ist. Verbinden Sie die Module in Reihe (String) – achten Sie auf die korrekte Polung: Plus auf Minus. Bei einem typischen 10-Modul-String ergibt sich eine Leerlaufspannung von rund 400 Volt (10 × 40,5 V). Verwenden Sie ausschließlich dafür vorgesehene Y-Verzweiger oder Kabelverlängerungen, die für den Außenbereich und UV-Strahlung ausgelegt sind. Ein häufiger Fehler ist die Verwendung von nicht wasserdichten Steckverbindungen – diese führen langfristig zu Korrosion und Leistungseinbußen. Mehr Details zu den elektrischen Parametern finden Sie in unserem technischen Datenblatt der RSM110-8-400M.

Die Stringkabel werden zum Wechselrichter geführt. Dabei sollte die Kabellänge 30 Meter nicht überschreiten, da sonst Spannungsverluste über 2 % auftreten können. Für längere Strecken empfiehlt sich ein Kabelquerschnitt von 6 mm². Nutzen Sie unbedingt Kabelkanäle oder Schutzrohre, wenn die Kabel außen auf dem Dach verlegt werden – nicht nur aus Optik, sondern auch zum Schutz vor Nagetieren und UV-Strahlung. Ein Blitz- und Überspannungsschutz (Typ 2) auf der DC-Seite direkt am Wechselrichter ist Pflicht und sollte von einem Fachbetrieb installiert werden.

Welche Besonderheiten gibt es bei der Montage auf einem Flachdach?

Bei der Montage der RSM110-8-400M auf einem Flachdach mit Kies oder Bitumenbahn müssen Sie die Windlasten berücksichtigen. In Deutschland gelten die Windzonen 1 bis 4 nach DIN EN 1991-1-4. In Zone 2 (z. B. München) reicht ein Ballastgewicht von etwa 40–50 kg pro Modul bei einer Aufständerung von 10 Grad. In Küstennähe (Zone 4) kann das Ballastgewicht auf 80 kg oder mehr steigen. Verwenden Sie dafür Betonplatten oder spezielle Ballastwannen. Die Module werden auf Aluminiumschienen montiert, die im Abstand von 1,0 bis 1,2 Metern auf dem Dach liegen. Achten Sie darauf, dass die hintere Modulkante mindestens 30 cm vom Dachrand entfernt ist, um Abrisskräfte zu vermeiden. Lesen Sie auch unseren Beitrag zur Planung einer Solaranlage mit der RSM110-8-400M.

Ein Tipp aus der Praxis: Legen Sie unter den Schienen eine Schutzmatte (z. B. Kautschuk oder Filz) aus, um die Dachhaut nicht zu beschädigen. Bei Flachdächern mit Gefälle (Mindestgefälle 2 %) kann zusätzlich eine Schienenausrichtung entlang des Gefälles erfolgen – das erleichtert den Wasserablauf und verhindert stehendes Wasser unter den Modulen. Die Module selbst sind mit einer Rückseitenfolie ausgestattet, die wasserdicht ist, aber stehendes Wasser sollte trotzdem vermieden werden.

Welche Statikprüfung ist vor der Installation notwendig?

Bevor Sie die RSM110-8-400M auf einem Dach montieren, müssen Sie die statische Tragfähigkeit prüfen. Die Module wiegen jeweils 21,5 kg – bei einer 10-Modul-Anlage ergibt das 215 kg. Hinzu kommen Schneelasten (in Zone 1: 0,65 kN/m², in Zone 2: 0,85 kN/m²). Ein 400-Watt-Modul hat eine Fläche von etwa 1,85 m². Die gesamte Flächenlast beträgt daher rund 1,85 m² × 0,85 kN/m² = 1,57 kN pro Modul. Ein Statiker oder ein erfahrener Dachdecker kann anhand der Sparrenabstände (meist 60–100 cm) und der Dachneigung die Zulässigkeit beurteilen. Bei älteren Dächern (Baujahr vor 1980) ist oft eine Verstärkung der Sparren oder eine zusätzliche Unterkonstruktion nötig. Informationen zur Garantie und Lebensdauer finden Sie in unserer Garantieübersicht der RSM110-8-400M.

Besondere Vorsicht ist bei Dächern mit Wärmedämmung (z. B. PUR-Dämmung) geboten: Die Dachhaken dürfen die Dämmung nicht durchdrücken, da sonst Kältebrücken entstehen. Verwenden Sie in solchen Fällen Aufständerungen, die auf der Dachhaut aufliegen, oder spezielle Dachhaken mit großen Auflageflächen. Eine professionelle Statikberatung kostet in der Regel zwischen 200 und 400 Euro und ist bei größeren Anlagen dringend zu empfehlen.

Welche Sicherheitsvorschriften sind zu beachten?

In Deutschland gilt die VDE-AR-N 4105 für die Installation von Photovoltaikanlagen. Dazu gehört: Der Wechselrichter muss ein NA-Schutzmodul oder einen integrierten Netz- und Anlagenschutz (ENS) besitzen, der bei Netzausfall die Anlage automatisch trennt. Für die RSM110-8-400M als Teil einer Anlage bis 30 kWp ist ein separater FI-Schalter (30 mA) auf der AC-Seite erforderlich. Die DC-Kabel müssen so verlegt sein, dass sie nicht unter mechanischer Spannung stehen – also mit einem Kabelschlupf von etwa 1–2 % Längenzugabe. Achten Sie auch auf die Brandschutzanforderungen: Die Module selbst sind nach Brandklasse C (DIN EN 13501-1) eingestuft, was für Wohngebäude ausreichend ist. Vermeiden Sie jedoch, dass Kabel auf brennbaren Dämmungen aufliegen – verwenden Sie Kabelbrücken oder Rohre.

Bei der Montage auf dem Dach müssen Sie zudem die Unfallverhütungsvorschriften der DGUV einhalten: Eine Absturzsicherung (z. B. Anschlagpunkte oder Gerüst) ist ab einer Dachneigung von 15 Grad zwingend erforderlich. Arbeiten Sie nie allein auf dem Dach und nutzen Sie PSA gegen Absturz. Lassen Sie die elektrischen Arbeiten grundsätzlich von einem eingetragenen Elektroinstallateur durchführen – das ist nicht nur sicherer, sondern auch Voraussetzung für die Einspeisevergütung.

Prüfpunkt Bewertung – Meist unkritisch Bewertung – Handlungsbedarf
Statik bei Dachneigung < 30° Sparrenabstände bis 100 cm ausreichend Bei Dachneigung > 40° oderSparrenabstand > 120 cm
Schneelast (Zone 1–2) 0,65–0,85 kN/m², Modul hält stand Schneelast > 1,0 kN/m² oder exponierte Lage
Windlast (Zone 1–2) Unter 40 m ü. NN meist unkritisch Windzone 3–4 oder Dach > 20 m Höhe
Kabelverlegung < 30 m 4 mm² Kabel ausreichend Über 30 m Länge → 6 mm² nötig
Brandschutz (Dachdämmung) Modulklasse C, Kabel auf Metall verlegt Brennbare Dämmung ohne Kabelkanal

Was sagen Besitzer der RSM110-8-400M zur Montage?

Erfahrungsberichte von Anlagenbetreibern zeigen, dass die Montage der RSM110-8-400M als angenehm unkompliziert beschrieben wird. Ein Besitzer aus Bayern berichtet: „Die Module ließen sich wegen der Rahmenbohrungen problemlos auf die Klemmen setzen – die 21,5 kg sind für zwei Leute gut händelbar. Die Kabel waren lang genug, um die Module im String zu verbinden – bei fünf Modulen pro Reihe reichten die 1,2 Meter.“ Ein anderer Nutzer aus Norddeutschland merkt an: „Bei der Montage auf dem Flachdach mit 10 Grad Neigung hatte ich anfangs Bedenken wegen der Windlast. Nach der Berechnung mit 50 kg Ballast pro Modul hält alles seit zwei Jahren bombenfest – auch bei Sturm.“ Kritisiert wird gelegentlich die fehlende Kennzeichnung der Plus- und Minusstecker – hier sollte man vor dem Clipsen die Polarität mit einem Multimeter prüfen. Wer mehr zum Praxisertrag erfahren möchte, liest den jährlichen Ertragsbericht der RSM110-8-400M.

Ein weiterer Praxistipp: Nutzen Sie beim Anziehen der Klemmen ein Drehmoment von 18–20 Nm – das ist der vorgegebene Wert für die meisten Aluklemmen. Zu festes Anziehen kann den Rahmen verformen. Ein Besitzer empfiehlt: „Ich habe mir einen Drehmomentschlüssel mit 20 Nm gekauft – das hat sich gelohnt. Nach einem Jahr waren alle Klemmen noch fest, ohne dass Glas gebrochen ist.“

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Kann ich die RSM110-8-400M allein auf das Dach montieren?
Nein, aufgrund des Gewichts von 21,5 kg und der Größe von etwa 1,85 m² sollten Sie die Module zu zweit montieren. Das reduziert das Risiko von Kratzern am Glas und von Verletzungen. Zudem benötigen Sie für die elektrischen Anschlüsse immer einen Fachmann.

2. Welche Dachneigung ist ideal für die RSM110-8-400M?
Die Module arbeiten am effizientesten bei einer Neigung zwischen 30 und 35 Grad. Sie können aber auch problemlos auf Flachdächern (Aufständerung 10–15 Grad) oder auf Dächern mit 20–50 Grad montiert werden. Eine Abweichung von der optimalen Neigung reduziert den Ertrag nur um maximal 5–8 %.

3. Muss ich die Module nach der Montage sofort in Betrieb nehmen?
Es ist empfehlenswert, die Anlage innerhalb von 6 Monaten nach der Montage in Betrieb zu nehmen, da die Module sonst ohne Last stehen. Das ist technisch unkritisch, solange die Kabel wasserdicht verschlossen sind. Planen Sie aber eine vorübergehende Abdeckung ein, wenn die Inbetriebnahme länger als ein Jahr auf sich warten lässt.

4. Wie tief müssen die Dachhaken im Sparren sein?
Die Dachhaken müssen mindestens 80 mm tief im Sparren verschraubt sein. Verwenden Sie Edelstahlschrauben mit einem Durchmesser von 8 mm oder 10 mm. Bei weichem Holz (z. B. Fichte) können Sie auf 90–100 mm gehen. Bohren Sie vor, um Spannungen zu vermeiden.

5. Darf ich die Module auf einem Blechdach montieren?
Ja, aber dann benötigen Sie spezielle Blechdachhaken oder eine Aufständerung auf einem Metallprofil. Die RSM110-8-400M ist für alle gängigen Unterkonstruktionen zugelassen. Achten Sie auf die Dichtheit der Durchdringungen – verwenden Sie Vergussmassen oder Dichtringe, um Korrosion zu vermeiden.

6. Wie viel kostet die Montage der RSM110-8-400M durch einen Fachbetrieb?
Die Montagekosten für eine 10-Modul-Anlage liegen in Deutschland bei etwa 1.500 bis 2.500 Euro – inklusive Unterkonstruktion, Verkabelung und Wechselrichter. Rechnen Sie pro Modul mit etwa 150–250 Euro für die reine Montage. Die Module selbst kosten jeweils rund 250–300 Euro. Details zu Preisen und Förderungen finden Sie im Kostenbericht der RSM110-8-400M.

Weitere Probleme und deren Lösungen besprechen wir im Artikel Häufige Probleme mit der RSM110-8-400M, und einen Vergleich zu anderen Modulen finden Sie unter RSM110-8-400M im Vergleich.

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