Planung einer Solaranlage mit Risen Energy RSM110-8-400M

Planung einer Solaranlage mit Risen Energy RSM110-8-400M

Die Planung einer Photovoltaikanlage ist der entscheidende Schritt für eine wirtschaftliche und technisch optimale Lösung. Das Modul Risen Energy RSM110-8-400M bietet mit seiner monokristallinen 110-Zellen-Technologie und 400 Watt Nennleistung eine gute Basis für private Aufdachanlagen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche spezifischen Punkte Sie bei der Planung mit diesem Modul beachten müssen – von der Dachausrichtung über die Verschaltung bis hin zur Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Welche Dachausrichtung und Neigung ist für die RSM110-8-400M optimal?

Die RSM110-8-400M liefert wie die meisten modernen Module den höchsten Ertrag bei Südausrichtung und einer Dachneigung zwischen 30 und 35 Grad. Da das Modul jedoch mit einer vergleichsweise hohen Spannung arbeitet (Leerlaufspannung ca. 42,5 Volt), können Sie auch bei Ost-West-Ausrichtungen noch gute Ergebnisse erzielen. Wichtig ist, dass Sie die minimale Einstrahlung von etwa 200 W/m² erreichen, damit der Wechselrichter die optimale Spannungslage findet. Wenn Ihr Dach nach Osten oder Westen zeigt, sollten Sie die Modulanzahl pro String entsprechend anpassen, da die Spannung hier etwas geringer ausfällt. Eine detaillierte Betrachtung der tatsächlichen Leistungsdaten finden Sie im Artikel Risen Energy RSM110-8-400M: Technische Daten und Aufbau.

Praktisch bedeutet das: Für ein typisches Einfamilienhaus mit 40° Dachneigung und Südausrichtung reichen 20 Module dieser Serie aus, um einen Jahresertrag von etwa 8.800 kWh zu erzielen. Bei einer Ost-West-Verschaltung sollte die Neigung nicht unter 15 Grad liegen, da sonst die Schneelast und Verschattung stärker zum Tragen kommen.

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Wie plane ich die String-Verschaltung der RSM110-8-400M?

Die RSM110-8-400M arbeitet mit einem Kurzschlussstrom von etwa 9,5 Ampere und einer Nennspannung von rund 34,5 Volt. Dadurch lassen sich in der Praxis meist 18 bis 24 Module in einem String verschalten, ohne die maximale Eingangsspannung des Wechselrichters zu überschreiten. Achten Sie darauf, dass die Spannung im Winter bei Kälte (Temperaturkoeffizient -0,35 %/°C) um etwa 4–5 Volt pro Modul steigt. Ein 20er-String kann dann kurzzeitig über 850 Volt erreichen – das liegt im Rahmen moderner Stringwechselrichter.

Falls Ihr Dach eine starke Verschattung durch Schornsteine oder Gauben aufweist, empfehle ich, die Module in zwei kürzeren Strings zu führen. Jeder String sollte dabei mindestens 10 Module umfassen. Die Verwendung von Leistungsoptimierern ist bei diesem Modul nicht zwingend notwendig, kann aber bei komplexen Dachformen sinnvoll sein. Ein passender Wechselrichter wird im Artikel Zubehör für Risen Energy RSM110-8-400M: Wechselrichter und Montagesysteme vorgestellt.

Ist die RSM110-8-400M für flache oder geneigte Dächer geeignet?

Ja, das Modul eignet sich grundsätzlich für beide Dachtypen. Für Schrägdächer (bis 45° Neigung) ist die standardmäßige Aufständerung mit Aluminiumschienen und Dachhaken problemlos möglich. Bei Flachdächern sollten Sie jedoch die mechanische Belastung prüfen: Die RSM110-8-400M hat eine Belastbarkeit von 5.400 Pa bei Schnee und 2.400 Pa bei Wind. Für Flachdächer in windexponierten Lagen (Küste oder Höhenlagen) ist eine zusätzliche Ballastierung oder eine Aufständerung mit 10-15° Neigung empfehlenswert, um die Module von der Dachhaut zu entkoppeln.

Für Montagen auf Ziegeldächern müssen die Dachhaken exakt an die Ziegelgröße angepasst werden. Die RSM110-8-400M misst 1.756 x 1.139 Millimeter – damit passen drei Module meist genau auf eine Dachseite, was die Planung erleichtert. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Montage finden Sie bei Risen Energy RSM110-8-400M: Montage und Installation.

Kriterium Handlungsbedarf
Dachneigung unter 15° Normalerweise kein Problem, aber Ertrag um 5-10 % geringer – prüfen ob Aufständerung lohnt
Verschattung durch Kamine Sollte bei der Planung berücksichtigt werden – ggf. Teilmodule mit Bypass-Dioden
Hohe Schneelast (Zone 3) Kein akutes Problem, RSM110-8-400M hält 5.400 Pa aus
Wechselrichter älter als 5 Jahre Prüfen, ob MPPT-Spannung bis 850 V reicht – oft modernere Geräte nötig

Welche Wirtschaftlichkeit bietet die RSM110-8-400M in der Planung?

Der Kaufpreis pro Modul liegt aktuell bei etwa 180 bis 220 Euro netto. Für eine 20-Modul-Anlage (8 kWp) ergeben sich Modulkosten von rund 3.600 bis 4.400 Euro. Hinzu kommen Kosten für Wechselrichter, Montagesystem und Elektroinstallation – insgesamt etwa 12.000 bis 15.000 Euro nach Förderung. Der jährliche Ertrag einer solchen Anlage liegt bei durchschnittlich 8.500 bis 9.200 kWh (je nach Standort). Bei einem Eigenverbrauch von 40 Prozent und einer Einspeisevergütung von aktuell 7,1 Cent/kWh amortisiert sich die Anlage nach etwa 8 bis 10 Jahren.

Für die genaue Berechnung sollten Sie die Förderung (z. B. KfW-Kredit 270) und die EEG-Vergütung einbeziehen. Im Artikel Kosten und Förderung für Risen Energy RSM110-8-400M finden Sie eine detaillierte Aufstellung aller Posten. Beachten Sie auch, dass die RSM110-8-400M aufgrund der hohen Zellanzahl (110 Zellen) einen etwas höheren Wirkungsgrad (21,2 %) als günstigere 60-Zellen-Module hat, was die spezifische Kosten pro Watt reduziert.

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Was ist bei der elektrischen Planung zu beachten?

Die RSM110-8-400M arbeitet mit einer Systemspannung von 1.500 Volt (Systemspannungsklasse 1.500 V). Das bedeutet, dass alle Verkabelungen und Steckverbinder (MC4-kompatibel) für diese Spannung ausgelegt sein müssen. Praktisch heißt das: Verwenden Sie nur Kabel mit 6 mm² Querschnitt für die Hauptleitungen und achten Sie auf die richtige Absicherung. Ein 20er-String hat bei maximaler Leistung etwa 9,5 Ampere – hier reicht ein 16-A-Leitungsschutzschalter aus. Der Überspannungsschutz sollte als Typ 2 (SPD) in den Wechselrichter integriert sein; bei Freiflächenanlagen ist zusätzlicher Schutz erforderlich.

Ein häufiger Fehler: Die Module werden an Wechselrichtern mit einem MPPT-Spannungsbereich von 200-800 Volt betrieben, aber bei Kälte kann die Stringspannung über 900 Volt steigen. Prüfen Sie daher vorab das Datenblatt des Wechselrichters. Für die RSM110-8-400M empfehle ich Geräte mit MPPT-Bereich von 350-850 Volt. Im Vergleich zu anderen Modulen – siehe Risen Energy RSM110-8-400M im Vergleich zu anderen Modulen – ist dieses Modul etwas anspruchsvoller in der String-Auslegung, aber dafür sehr ertragreich.

Was sagen Besitzer einer RSM110-8-400M-Anlage?

In Foren und Bewertungen berichten Besitzer von durchweg positiven Erfahrungen, aber auch von einigen typischen Punkten:

  • Jeffrey aus Österreich: „Habe die Module seit Mai 2024 auf dem Dach. Der Ertrag ist bei Südwest-Ausrichtung mit 35° Neigung im ersten Jahr bei 1.050 kWh/kWp gelegen – sehr zufrieden. Einziger Wermutstropfen: Die Montage war wegen der Größe der Module (1,756 Meter) etwas aufwendiger als bei kleineren 60-Zellern.“
  • Maria aus Norddeutschland: „Die 20 Module liefen bei mir problemlos – auch bei den Stürmen im Dezember 2024 kein Problem. Der Wechselrichter (Huawei SUN2000) hat aber anfangs wegen der hohen Spannung im Winter kurzzeitig einen Fehler gemeldet. Nach Rücksprache mit dem Installateur wurde der String etwas angepasst – jetzt läuft es perfekt.“
  • Thomas aus Bayern: „Die Anlage macht sich nach 8 Monaten bezahlt. Der Ertrag liegt bei 8.900 kWh pro Jahr. Der einzige Punkt, den ich unterschätzt habe: Die Garantiezeit von 15 Jahren für die lineare Leistung ist okay, aber es gibt günstigere Module mit 25 Jahren Garantie – das sollte man bedenken. Infos dazu im Artikel Garantie und Lebensdauer der Risen Energy RSM110-8-400M.“

Häufig gestellte Fragen zur Planung mit Risen Energy RSM110-8-400M

Wie viele Module brauche ich für einen 8-kWp-Wechselrichter?

Für einen typischen 8-kWp-Wechselrichter (z. B. SMA Sunny Tripower oder Huawei SUN2000) reichen in der Regel 20 Module der RSM110-8-400M. Diese ergeben dann eine installierte Leistung von genau 8 kWp.

Muss ich einen Wechselrichter für 1.500 Volt Systemspannung wählen?

Nein, das ist nicht zwingend. Die Systemspannung von 1.500 Volt ist die maximale Spannung, die das Modul verträgt. Ein üblicher Stringwechselrichter für Privathaushalte arbeitet meist im Bereich bis 1.000 Volt. Achten Sie nur darauf, dass die Leerlaufspannung des Strings (bei maximaler Kälte) die zulässige Eingangsspannung des Wechselrichters nicht überschreitet.

Kann ich die Module auch auf einem Flachdach mit Ballastierung montieren?

Ja, absolut. Die RSM110-8-400M ist für die Aufständerung mit Ballastierung ausgelegt. Verwenden Sie ein Alu-Montagesystem mit 10-15° Neigung und legen Sie ausreichend Ballaststeine auf die Träger. Die Windlastberechnung sollte ein Statiker prüfen – gerade an der Küste ist ein Abstand von mindestens 50 cm zur Dachkante einzuhalten.

Welcher Kabelquerschnitt ist in der Planung zu empfehlen?

Für die Modulstrings reicht ein Querschnitt von 4 mm² aus. Vom Wechselrichter zum Zählerschrank sollten Sie jedoch mindestens 6 mm² verwenden, insbesondere wenn die Leitungslänge über 15 Meter beträgt, um Spannungsverluste zu minimieren. Bei längeren Strecken (über 20 Meter) ist 10 mm² die bessere Wahl.

Gibt es spezielle Empfehlungen für die Verschattungsplanung?

Ja, da die RSM110-8-400M drei Bypass-Dioden hat, die bei Teilverschattung den Stromfluss umleiten. Planen Sie die Module so, dass die Verschattung möglichst ganze Zellenreihen betrifft (z. B. durch höhere Montage). Die Effizienz bei Verschattung wird im Artikel Wirkungsgrad der Risen Energy RSM110-8-400M im Alltag genauer betrachtet.

Wie lange dauert die Amortisation bei einer typischen Anlage?

Bei einem Anlagenpreis von 13.000 Euro netto (nach Förderung) und einem Jahresertrag von 8.800 kWh amortisiert sich die Anlage bei 30% Eigenverbrauch und 7,1 Cent Einspeisevergütung nach etwa 8,5 Jahren. Bei höherem Eigenverbrauch (50%) verkürzt sich die Zeit auf rund 7 Jahre. Ein Rechenbeispiel finden Sie unter Jahresertrag der Risen Energy RSM110-8-400M: Rechenbeispiel.

Weitere Informationen zu den häufigsten Fehlern und deren Lösung finden Sie unter Häufige Probleme mit Risen Energy RSM110-8-400M und Lösungen.

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